Warum Sie Eier am besten kopfüber lagern sollten

Müssen Eier in den Kühlschrank? Und wie kann man erkennen, ob sie frisch sind? Eine Ernährungsexpertin gibt die Antworten und erklärt zudem, wie Sie Eier richtig lagern und auf welche Dinge Sie außerdem achten sollten.

Theoretisch kann man frische rohe Eier ein bis zwei Wochen bei Zimmertemperatur aufbewahren, weil sie so lange einen Selbstschutz vor Keimen haben. Doch wer achtet schon genau aufs Verpackungsdatum?

Wie lagere ich Eier richtig?

Eier sollten zehn Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) unbedingt in den Kühlschrank. Am besten ist daher, sie gleich nach dem Einkauf hineinzulegen. Bei Zimmertemperatur entwickeln sich Salmonellen nämlich besonders gut.

Lagert man Eier im Kühlschrank, sollte man auch dabeibleiben. Denn sie mögen keine Temperaturschwankungen, das mindert ihren „natürlichen“ Keimschutz. Der steckt nämlich in der Eierschale. Deshalb ist es auch besser, rohe Eier vor dem Einlagern nicht zu waschen.

Die Eier am besten einfach im Eierkarton lassen. Das verhindert, dass der strenge Geruch von anderen Lebensmitteln wie Käse, Knoblauch oder Fisch über die poröse Schale hineingelangt und sie geschmacklich negativ beeinflusst.

Gut ist es auch, wenn das Eigelb in der Mitte bleibt. Dafür die Eier kopfüber aufbewahren, also mit der Spitze nach unten in den Karton setzen. So halten sie sich etwas länger. Der Grund: Im stumpfen Ende des Eies befindet sich die Luftkammer. Die Lagerung mit der stumpfen Seite nach oben bewirkt, dass die Luftkammer da bleibt wo sie ist und nicht wandert und damit das Eidotter nicht zwingt, auszuweichen. Im anderen Fall könnte sich Eihaut ablösen und den Weg für Keime frei machen.

Doris Krumbiegel ist Ernährungswissenschaftlerin und Fachjournalistin. In ihrer Praxis für Ernährungstherapie und Ernährungsberatung in Hamburg hilft sie Menschen, sich bewusst und abwechslungsreich zu ernähren.

Wie lange sind Eier haltbar?

Ab dem Legedatum halten sich rohe Eier 28 Tage. Daran orientiert sich auch das Mindesthaltbarkeitsdatum. Hartgekochte Eier sind nicht so lange haltbar – nur ungefähr zwei bis vier Wochen. Voraussetzung ist allerdings, dass man sie im Kühlschrank aufbewahrt und die Schale noch intakt ist. Ist diese beschädigt, sollte man die Eier gleich essen, weil sie dann schneller verderben.

Zum Schutz vor Keimen beim Hartkochen möglichst frische rohe Eier verwenden. Das gilt auch für Speisen, die mit rohen Eiern zubereitet werden (z.B. Tiramisu, Mayonnaise). Diese im Kühlschrank aufbewahren und noch am selben Tag verzehren. „Fast“ frische Eier schmecken übrigens auch am besten. Das perfekte Aroma entwickeln sie, wenn sie drei bis zehn Tage alt sind.

Wie lange kann ich Eigelb aufbewahren?

Hat man Eigelb- oder Eiklarreste vom Backen oder Kochen übrig, halten sich die in einer abgedeckten Schüssel im Kühlschrank noch zwei bis drei Tage. Man kann sie auch einfrieren: Rohes Eigelb ist bei minus 18 Grad sechs bis zehn Monate und rohes Eiklar sogar etwa ein Jahr lang haltbar. Dafür beispielsweise Eiswürfelformen verwenden.

Wie kann ich die Frische von Eiern testen?

Wer sich nicht sicher ist, ob ein rohes Ei frisch oder alt ist, kann den Schwimmtest machen. Dazu legt man das Ei in ein mit kaltem Wasser gefülltes Glas.

Taucht es auf den Boden und bleibt dort quer liegen, ist es frisch. Ältere Eier dagegen steigen umso mehr schräg nach oben auf, je älter sie sind. Die Erklärung: In älteren Eiern ist schon Wasser durch die poröse Schale verdunstet. Dadurch wird die Luftkammer größer und sorgt für den Auftrieb. Schwimmt das Ei an der Wasseroberfläche, sollte man es nicht mehr essen.

Mit etwas Erfahrung lässt sich die Frische eines Eies auch beim Aufschlagen erkennen. Ist es frisch, wölben sich Dotter und Eigelb nach oben und laufen nicht ineinander. Außerdem ist das Eiweiß nicht ganz klar, bei älteren Eiern wird es durchsichtiger. Zusätzlicher Hinweis: Frische Eier lassen sich gekocht schlecht pellen.

Wie alt hartgekochte Eier sind, kann man im Längsschnitt erkennen: Während das Eigelb beim frischen Ei noch in der Mitte liegt, rutscht es beim älteren Ei aufgrund der größer gewordenen Luftkammer mehr an den Rand.

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