Tourismus-Beauftragter der Bundesregierung rechnet nicht mit Urlaub zu Ostern

Tschechische Opposition fordert Hilfegesuch an Deutschland 

In Tschechien ist eine Debatte über ein mögliches Hilfegesuch an Deutschland in der Coronakrise entbrannt. Hintergrund ist, dass in der westlichen Verwaltungsregion Karlsbad (Karlovy Vary) die Intensivbetten knapp werden. Am Montag waren dort nur noch drei Betten für Covid-19-Intensivpatienten verfügbar. Die oppositionellen Christdemokraten (KDU-CSL) riefen die Regierung daher auf, die Nachbarstaaten Tschechiens unverzüglich um Hilfe zu ersuchen.

Digital vernetzte Strategie


Spitzenreiter beim Impfen in der EU – das macht Dänemark besser als andere Länder

Spahn wegen Defiziten bei Erforschung von Virus-Mutation in der Kritik 

Nach dem verstärkten Auftreten der hoch ansteckenden Coronavirus-Variante B117 in Deutschland wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dafür kritisiert, dass es hierzulande bisher kaum gezielte Laboruntersuchungen dazu gibt. "Die geringe Datenbasis zur Verbreitung von Corona-Mutationen in Deutschland ist eine große Gefahr", sagte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner dem Berliner "Tagesspiegel". Die Bundesregierung habe die systematische Sequenzierung von Corona-Testproben, also die Untersuchung auf Mutationen, zu lange schleifen lassen, kritisierte Lindner.

Virologin: Vorteil durch 15-Kilometer-Regel infektiologisch fraglich 

Virologen sehen die seit Montag geltende 15-Kilometer-Regel in Corona-Hotspots in Bayern zurückhaltend. "Eine 15-Kilometer-Grenze bringt infektiologisch gesehen zunächst keinen Vorteil", sagt Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Instituts für Virologie der Technischen Universität München.

Empörung und Unmut


Harsche Kritik an 15-Kilometer-Regel – Gewerkschaft der Polizei: "Überprüfung nicht umsetzbar"

Seehofer verteidigt Föderalismus in der Coronakrise 

Der Föderalismus hat sich nach Einschätzung von Bundesinnenminister Horst Seehofer auch in der Coronakrise bewährt. Er kenne "kein besseres Modell für den Staatsaufbau, für die Wirksamkeit, für die Stabilität einer Demokratie" sagte Seehofer bei der Jahrestagung des Deutschen Beamtenbunds dbb am Montag in Berlin. Im ersten Lockdown habe die Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern auch schnell zu einem Abflachen der Infektionskurve beigetragen.

Tourismus-Beauftragter Bareiß rechnet nicht mit Urlaub zu Ostern

Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), ist skeptisch, ob angesichts der Corona-Einschränkungen Urlaub in den Osterferien wieder möglich sein wird. "Ich glaube, dass Reisen etwas ist, das die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist", sagte Bareiß in der RTL-Sendung "Frühstart". Mit Besserung rechne er erst im zweiten Vierteljahr. "Ab den Pfingstferien wird es wieder besser. Und ich hoffe, dass dann der Sommer ein ganz großer Reisezeitraum wird."    

Im Sommer werde Urlaub in Deutschland wieder möglich sein, sagte der CDU-Politiker. Auch Fernreisen seien wahrscheinlich machbar, hingen aber von der jeweiligen Lage im Ausland ab. Die Virus-Mutationen müssten für den Sommer nicht zwangsläufig ein großes Risiko sein: Die Hersteller hätten klar gesagt, dass die Impfstoffe auch gegen mutierte Varianten geeignet seien. "Wenn wir im zweiten Quartal in Deutschland wirklich die meisten Menschen geimpft haben, wird es im Sommer eine Sicherheit geben fürs Reisen."

Covid-19-Erkrankung


Ist man nach einer überstandenen Corona-Infektion immun? Britische Forscher geben Antwort

Verband: Rund 250.000 britische Unternehmen von Pleite bedroht

Der britische Unternehmensverband Federation of Small Businesses hat vor massenhaften Schließungen kleiner Unternehmen wegen der Corona-Pandemie gewarnt. Mindestens 250.000 dieser Firmen in Großbritannien seien von Schließungen bedroht, hieß es in einer Mitteilung des Verbands. Dies ist eine Hochrechnung auf der Grundlage einer Umfrage von 1400 Unternehmen. Von diesen gaben rund fünf Prozent an, voraussichtlich in den kommenden zwölf Monaten schließen zu müssen – nach Angaben des Verbandes ein Negativrekord. 

Knapp ein Viertel der befragten Unternehmen haben im vergangenen Quartal, in dem das Land in einen erneuten Lockdown gehen musste, die Zahl ihrer Mitarbeiter reduziert. 14 Prozent erwarten, dies in den nächsten drei Monaten tun zu müssen. Die Umfrage fand statt, bevor England Anfang Januar erneut in einen dritten Lockdown ging. 

Moderna-Vakzin kommt nach Deutschland – Verteilung Dienstag

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch an diesem Montag an einen zentralen Punkt in Deutschland geliefert werden und am Dienstag an die Bundesländer gehen. Dann könnten die Impfzentren beginnen, auch dieses Präparat zu impfen, sagte der CDU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Es werde aber keine Wahlmöglichkeit geben, ob man diesen Impfstoff oder jenen von Biontech/Pfizer bekommen wolle. Dafür sei die Menge zu gering. Bis Ende des Quartals rechne er mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen. 

Fragen und Antworten


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12.497 Corona-Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.497 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 343 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 166,6. Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 359,8 und Thüringen mit 316,2. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 90,9. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 1,18 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. 

Frank Werneke zu Corona


Ver.di-Chef übers Homeoffice: "Wenn es darum geht, die Arbeitgeber zu verpflichten, bin ich dabei"

Beamtenbund: Behörden müssen Krisenlagen häufiger trainieren

Der Beamtenbund dbb fordert eine bessere Vorbereitung staatlicher Behörden auf Krisen wie die Corona-Pandemie. "Unsere Kolleginnen und Kollegen müssen besser in die Lage versetzt werden, zukünftige Krisenlagen zu meistern", sagte der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Montag findet die diesjährige Jahrestagung des dbb in Berlin statt. Silberbach hält nach eigenen Worten unter anderem eine Verbesserung des staatlichen Notfallmanagements für nötig. "Krisenlagen müssen besser und häufiger trainiert werden", forderte der dbb-Chef. 

Brisbane hebt wegen Coronavirus-Mutation verhängten Express-Lockdown wieder auf

Die australische Metropole Brisbane hebt den Express-Lockdown, den sie wegen eines Infektionsfalls mit der zuerst in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Mutation verhängt hatte, nach dreitägiger Dauer wieder auf. Bei Massentests in Brisbane waren in den vergangenen Tagen keine weiteren Corona-Fälle entdeckt worden, wie die Regierungschefin des Bundesstaats Queensland, Annastacia Palaszczuk, am Montag mitteilte. Die harten Maßnahmen waren am Freitag verhängt worden, nachdem eine Reinigungskraft in einem Hotel, in dem Reiserückkehrer sich in Quarantäne begeben, positiv auf die Virus-Mutation getestet worden war.     

Während des Lockdowns wurden die Kontakte der Reinigungskraft nachverfolgt und zehntausende Menschen in Australiens drittgrößter Stadt getestet. Der Lockdown sollte nun um 18.00 Uhr Ortszeit wieder aufgehoben werden. Die neue Mutation war erstmals im Südosten Englands entdeckt worden. Erste Studien legen nahe, dass die Variante B.1.1.7 um bis zu 70 Prozent ansteckender sein könnte als die früheren Formen des Virus. 

Giffey für einheitliche Corona-Regelungen bei Schulen und Kitas

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die Bundesländer dazu aufgerufen, sich in der Corona-Pandemie auf möglichst einheitliche Regelungen für Schulen und Kitas zu verständigen. "Eltern wünschen sich bei allen Maßnahmen, die wir jetzt treffen, ein möglichst bundesweit einheitliches und verlässliches Vorgehen", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post". "Auch ich halte das für sinnvoll und setze mich für einen gemeinsamen Rahmen ein, wie es in den Ländern nach den harten Einschränkungen perspektivisch weitergehen kann." "Bei allem richtigen Bemühen um Bildungsgerechtigkeit und Vereinbarkeit ist im Moment nicht die Zeit für Lockerungen", sagte Giffey weiter. Sie plädierte für die Wiederauflage eines klaren Stufenplans zur Rückkehr in den Regelbetrieb.

Merz für rasches Lockdown-Ende für kleine Firmen

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich für ein schnelles Ende des Lockdowns vor allem für kleine und mittlere Unternehmen ausgesprochen. "Für viele kleine Firmen ist der Punkt jetzt schon erreicht, wo es nicht weitergeht. Mir machen vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen Sorgen. Die müssen möglichst schnell raus aus dem Lockdown, möglichst schnell zurück zu normalem Wirtschaften mit Hygienekonzept", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Für viele Menschen sei die Isolation im Lockdown nur schwer zu verkraften, sagte Merz weiter. "Das ist für eine offene Gesellschaft nicht lange zu verkraften. Vielen Menschen fällt jetzt schon zu Hause die Decke auf den Kopf. Sie wollen raus. Es ist für alle psychologisch eine schwierige Situation. Vor allem die Bildungs- und Entwicklungsrückstände bei unseren Kindern werden immer schwerer aufzuholen."

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