Zahl der Apotheken sinkt weiter

Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter. Im Jahr 2020 mussten mehr als 300 Betriebe für immer ihre Türen schließen. ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening sieht dringenden Handlungsbedarf. Einen ersten Schritt zur Stabilisierung der Zahlen bringe das Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz und das damit verbundene Rabattverbot für ausländische Arzneimittelversender.

Die Zahl der Apotheken in Deutschland geht nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) weiter zurück. Zum Jahresende 2020 ist sie demnach im Vergleich zu 2019 um 322 Betriebe auf nunmehr 18.753 gesunken. Damit liege der Rückgang schon im dritten Jahr in Folge bei mehr als 300. „Wir müssen die Entwicklung dringend stabilisieren“, sagte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening der Deutschen Presse-Agentur. Seit mehr als einem Jahrzehnt gehe die Zahl zurück. Die Apothekendichte in Deutschland liegt demnach bei 23 Apotheken pro 100.000 Einwohnern und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 32 auf 100.000 Einwohner.

Als ersten Schritt zur Stabilisierung bezeichnete Overwiening das im Herbst verabschiedete Vor-Ort-Apothekenstärkungsgesetz. Es soll Apotheken durch ein Rabattverbot für ausländische Arzneimittelversender bei verschreibungspflichtigen Medikamenten vor zu viel Konkurrenz im Internet schützen. Junge Apotheker:innen müssten zudem von der Gesellschaft das Signal bekommen, dass sie überall im Land gebraucht und als kompetente Arzneimittelexpert:innen geschätzt werden.

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