Welche Apotheker können in der Coronakrise aushelfen?

Wer sucht Apotheker, PTA oder PKA zur Verstärkung während der Coronakrise? Und welcher Apotheker hat beispielsweise noch Kapazitäten? Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg erweitert ihr Stellenportal um Aushilfstätigkeiten für die Dauer der Corona-Pandemie. Apotheker können ab sofort zusätzliches Personal zur Unterstützung zu suchen.

Wie schlimm die Corona-Welle Deutschland treffen wird, können Epidemiologen und Virologen zwar schätzen oder hochrechnen – tatsächlich wissen wird man es jedoch erst, wenn sie irgendwann vorüber ist. Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg sieht personelle Engpässe in Apotheken wohl bereits kommen: Die derzeit angespannte Situation sei „mit großer Arbeitslast, einem erhöhten Aufkommen an verunsicherten Patienten und einem entsprechenden Nachfrageverhalten verbunden“, erkennt die LAK. All dies binde zusätzlich Personal. Aus diesem Grund will die Kammer die Apotheken bei einer möglicherweise bald oder bereits erforderlichen Personalsuche unterstützen: Die Kammer hat ihren LAK-Stellenmarkt erweitert.

Mehr zum Thema

Arzneimittelversorgung sichern

Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern akquiriert Apotheker für den Notfall

BMG steuert Engpass entgegen

Spahn: Paracetamol nur noch für den „akuten Behandlungsfall“

Gute Nachricht des Tages

Apotheker starten Kapazitätenbörse für Personaltausch

Ab sofort können Apotheken ein Stellenangebot oder Stellengesuch für eine Aushilfstätigkeit während der Coronavirus-Krise einstellen. „Mit der Erweiterung des Stellenmarktes möchten wir Ihnen eine Plattform bieten, in dem Sie zusätzliches Personal suchen und entsprechende Angebote einsehen können.“ Damit die Stellenmarkterweiterung möglichst reibungslos klappt, hat die Kammer eine eigene Arbeitshilfe erstellt.

Vorsorge ist besser als Nachsicht

Die LAK BaWü reagiert nicht als einzige Kammer auf möglicherweise drohende personelle Engpässe, auch die Landesapothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern rekrutiert bereits Approbierte, die derzeit nicht aktiv im Beruf sind. Laut Kammer gab es bereits erste positive Rückmeldungen.

Schon seit Wochen spüren Apotheker eine Corona-bedingt erhöhte Arbeitslast: So sind ein vermehrtes Aufkommen an verunsicherten Patienten mit entsprechendem Nachfrageverhalten, erste personelle Ausfälle aufgrund von Quarantäne oder tatsächlichen COVID-19-Erkrankungen und Mitarbeiter, die sich seit Schul- und Kitaschließungen verstärkt zuhause um ihre Kinder kümmern müssen nur ausgewählte Aspekte, die personelle Engpässe in Apotheke verschärfen können. Auch die sich zuspitzende Situation bei Arzneimittel-Engpässen dürfte verstärkt Personal binden.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen