Bewegung verbessert Gedächtnis und Lernfähigkeit – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Wie sich Bewegung auf die kognitive Funktion auswirkt

Bewegung scheint die Konzentration sowie die Lern- und Gedächtnisfunktionen von jungen Erwachsenen zu verbessern. Dies deutet darauf hin, dass körperliche Aktivität und Bewegung sich nicht nur positiv auf den Körper auswirken, sondern auch zu einer Verbesserung der geistigen Gesundheit und der kognitiven Funktion beitragen.

Bei der gemeinsamen systematischen Übersichtsarbeit der Linköping University und der Jönköping University stellten die Forschenden fest, dass Bewegung positive Auswirkungen auf die Konzentration und das Gedächtnis von jungen erwachsenen Personen hat. Die Ergebnisse wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „Translational Sports Medicine“ publiziert.

13 Studien wurden ausgewertet

Die Untersuchung umfasste die Auswertung von 13 relevanten Studien zu verschiedenen Arten der Bewegung (Gehen, Laufen und Radfahren) bei Menschen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Zweck dieser systematischen Übersicht war die Auswertung der aktuellen Literatur, in der die akuten Auswirkungen eines einzelnen Bewegungstrainings auf die Lern- und Gedächtnisfunktionen bei jungen Erwachsenen untersucht wurden, berichten die Forschenden.

Selbst kurze intensive Bewegung wirkte sich positiv aus

Bei den dreizehn Studien, welche die Einschlusskriterien für die Übersichtsarbeit erfüllten, wurden verschiedene Arten von Übungsreizen ausgewertet, wie Gehen, Laufen oder Radfahren. Durch die Verwendung von verschiedenen Testinstrumenten, wie beispielsweise dem Auditory Verbal Learning Test, wurde festgestellt, dass eine Aktivität von zwei Minuten bis zu einer Stunde bei mittlerer bis hoher Intensität einen günstigen Einfluss auf die Lern- und Gedächtnisfunktionen hatte.

Ergebnisse könnten weitreichende Auswirkungen haben

Bewegung könnte eine einfache und kostengünstige Möglichkeit darstellen, um jungen Erwachsenen eine Verbesserung der kognitiven Funktion und des Lernens zu ermöglichen. Diese Erkenntnis könne wichtige bildungsbezogene Auswirkungen haben, betont die Forschungsgruppe.

Welche Einschränkungen gab es?

Es gab einige Einschränkungen bei der aktuellen Forschungsarbeit. So war die Auswahl der ausgewerteten Untersuchungen zum Beispiel lediglich auf die letzten zehn Jahre beschränkt. Zudem liegen keine Erkenntnisse darüber vor, ob die untersuchten Formen der Aktivität das Lernen stärker als andere Übungsformen verbessern, fügen die Forschenden hinzu. Die systematische Übersicht deute aber stark darauf hin, dass aerobes, körperliches Training, gefolgt von einer kurzen Erholung, die Aufmerksamkeit, Konzentration sowie Lern- und Gedächtnisfunktionen bei jungen Erwachsenen verbessert. (as)

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