463 neue positive Corona-Tests – zwei große Bundesländer geben keine Zahlen bekannt

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem: Mehr als 19 Millionen Menschen haben sich bisher weltweit mit dem Coronavirus infiziert, 215.923 davon in Deutschland. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Fast jede zweite Firma beantragte Staatshilfe (06.12 Uhr) +++ Schwedischer Star-Epidemiologe: Nur auf Masken verlassen ist gefährlich (05.10 Uhr) +++

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Griechenland verzeichnet Rekord bei Corona-Neuinfektionen

06.15 Uhr: In Griechenland verschärft sich die Corona-Epidemie wieder. Wie die Regierung in Athen bekannt gab, verzeichnete das Land am Sonntag 203 Neuinfektionen mit dem Coronavirus – das ist der höchste Anstieg an einem Tag seit Februar. Somit sind derzeit 5.623 Menschen in Griechenland bestätigt mit Covid-19 infiziert. dpa/Yorgos Karahalis/AP/dpa Urlauber liegen am Strand von Alimos (Griechenland).

Fast jede zweite Firma beantragte Staatshilfe

06.12 Uhr: Die staatliche Corona-Hilfe rettet viele Unternehmen. 44 Prozent der Betriebe, die eine staatliche Maßnahme beantragten, würden die Krise nach eigenen Angaben ohne diese Hilfe nicht überleben. Das geht aus einer Umfrage der Uni Mannheim und des ZEW-Instituts hervor, über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Zwei Drittel der 8500 Firmen, die an der Umfrage teilnahmen, haben in irgendeiner Form staatliche Hilfen beansprucht. Die drei meistgenutzten Maßnahmen sind Kurzarbeitergeld, Corona-Soforthilfe und die Stundung von Steuerzahlungen.

40 Prozent der Betriebe gaben an, durch die Pandemie mindestens 30 Prozent Umsatz verloren zu haben. 80 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass es zu einer zweiten Infektionswelle kommt. Dabei gehen fast alle davon aus, dass sich diese vor Ende des Jahres ereignet. dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpabild Ein Stift liegt auf einem Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.

Einsatz von Corona-Scouts in Gesundheitsämtern wird verlängert

05.19 Uhr: Der Einsatz von sogenannten Containment-Scouts in denGesundheitsämtern für die Nachverfolgung von Corona-Kontakten sollum weitere sechs Monate verlängert werden. Das kündigteGesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der "AugsburgerAllgemeinen" an. Der Bund stelle dem Robert Koch-Institut dafür 10,7 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten zurVerfügung. "Unsere Gesundheitsämter vor Ort spielen in derBekämpfung der Corona-Epidemie eine zentrale Rolle. Mit denContainment-Scouts unterstützen wir sie kurzfristig und flexibel",so Spahn. Seit April seien mehr als 510 Scouts rekrutiert worden,zunächst für sechs Monate. Bei den Scouts bestehe eine hoheBereitschaft, die Arbeit in den Gesundheitsämtern fortzusetzen,hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

TOP-NEWS: Schwedischer Star-Epidemiologe: Nur auf Masken verlassen ist gefährlich

Montag, 10. August, 05.16 Uhr: Der bekannte schwedische Epidemiologe Anders Tegnell hat sich in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung zum Thema Schutzmasken geäußert. „Das Resultat, das man durch die Masken erzeugen konnte, ist erstaunlich schwach, obwohl so viele Menschen sie weltweit tragen", sagte er der Zeitung. Tegnell war gerade zu Beginn der Pandemie, als Schweden den vielzitierten "Sonderweg" eingeschlagen hatte, in aller Munde. "Länder wie Spanien, Belgien haben ihre Bevölkerung Masken tragen lassen – trotzdem gingen die Infektionszahlen hoch", führte der Wissenschaftler gegenüber der "Bild"-Zeitung aus. "Zu glauben, dass Masken unser Problem lösen können, ist jedenfalls sehr gefährlich.“ dpa/Pontus Lundahl/TT NEWS AGENCY/AP/dpa Der Staatsepidemiologe Anders Tegnell bei einer Pressekonferenz.

Vier Rostocker Schüler Corona-positiv getestet – 67 Menschen in Quarantäne

21.50 Uhr: Bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist eine Corona-Infektion festgestellt worden. Wie das Gesundheitsamt der Hansestadt am Sonntagabend mitteilte, haben sich die vier offenbar bei einem Auslandsaufenthalt mit Sars-CoV-2 infiziert. Nachdem Tests bei der Einreise nach Deutschland zunächst negative Befunde geliefert hätten, seien bei Nachkontrollen wegen der Infektion eines erwachsenen Familienmitglieds dann doch Ansteckungen mit dem Virus zutage getreten.

Für die gesamte Familie sei eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet worden, die auch auf Mitschüler der Kinder und Lehrer an der Rostocker Borwinschule ausgedehnt wurde. Insgesamt seien 67 Personen betroffen. Für Donnerstag angesetzte Tests sollen Erkenntnisse über mögliche weitere Ansteckungen liefern.

«Nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich die Infektion am Donnerstag und Freitag ausgebreitet hat, da die Schülerinnen und Schüler symptomfrei sind», erklärte Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). Um aber das Risiko einzugrenzen, habe das Gesundheitsamt "höchst vorsichtig, aber nicht mit Panik" reagiert.

Bundesländer melden 463 Neuinfektionen – fast die Hälfte davon allein in NRW

19.12 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 215.923 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Sonntag wurden 463 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl wird allerdings dadurch nach unten verfälscht, dass am Sonntag Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt keine neuen Zahlen vermeldeten. In Nordrhein-Westfalen war die Zahl der Neuinfektionen mit 230 erneut am höchsten.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.752 (1858 Todesfälle)
  • Bayern: 51.788 (2624 Todesfälle)
  • Berlin: 9697 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3658 (175 Todesfälle)
  • Bremen: 1803 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5677 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 12.703 (525 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 939 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.927 (654 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 51.560 (1759 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7824 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2900 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5624 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2059 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3588 (158 Todesfälle)
  • Thüringen: 3424 (183 Todesfälle)

Gesamt (Stand 09.08.2020, 19.08 Uhr): 215.923 (9169 Todesfälle)

Vortag (Stand 08.08.2020, 20.08 Uhr): 215.460 (9167 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 196.800

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 10.000

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,26

9169 Menschen sind bisher an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut Robert Koch-Institut beträgt die Zahl der Genesenen 196.800. Somit sind rund 10.000 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert fiel laut RKI wieder leicht – von 1,32 auf 1,26. Er gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Mehr als fünf Millionen Corona-Fälle in den USA

15.53 Uhr: In den USA haben sich bislang mehr als fünf Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Daten der Johns Hopkins University vom Sonntag hervor. Die USA sind das mit Abstand am stärksten von der Coronavirus-Krise betroffene Land der Welt. Mehr als 162.000 Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben.

Weltweit lag die Zahl der Corona-Fälle am Sonntag laut Johns Hopkins University bei rund 19,6 Millionen.

Die meisten trugen keine Maske: Rund 1500 Teilnehmer bei Corona-Demo in Dortmund

15.27 Uhr: Rund 1500 Teilnehmer haben sich am Sonntag nach Polizeiangaben in der Dortmunder Innenstadt zu einer Demonstration gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen versammelt. Die Polizei rief die Menschen auf, die Abstandsregeln zum Infektionsschutz einzuhalten. Der geplante Beginn der Kundgebung verzögerte sich zunächst. Die meisten Teilnehmer der Demo trugen keine Mund-Nasen-Schutzmaske, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Viele suchten zunächst im Schatten Schutz vor der Sonne, so dass der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht überall eingehalten wurde. Die Organisation "Querdenken-231" hatte die Veranstaltung angemeldet.

Am Samstag hatten sich in Stuttgart einige Hundert Menschen zu einer "Querdenken"-Demo gegen die Corona-Einschränkungen versammelt. In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Weil viele von ihnen weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf.

TOP-NEWS: Duisburg sperrt Badesee ab – Gäste durchbrechen Zaun

13.50 Uhr: Wegen Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen hat die Stadt Duisburg den Masurensee mit einem Zaun abgesperrt. Das berichten mehrere Medien, unter anderem die „Bild“. Demnach hätten am Dienstag zu viele Menschen das gute Wetter genutzt, um einen Tag am See zu verbringen. Dabei seien Abstandsregelungen oder Hygienevorschriften nicht eingehalten worden.

Wie die Stadt die Sperrung bei Verstößen durchsetzen will, ist unklar. Bereits in der Nacht seien die ersten Menschen über den Zaun geklettert, laut „WAZ“ wurde dieser sogar aufgebrochen. dpa/Fabian Strauch/dpa Menschen sitzen an einem Strand am Masuren-See in Duisburg.

Polizei beendet erneut illegale Party in Berlin

11.03 Uhr: Erneut hat die Berliner Polizei eine illegale Party im Volkspark Hasenheide im Bezirk Neukölln aufgelöst. An mehreren Stellen hatten sich in der Nacht zu Sonntag feiernde junge Menschen in kleineren und größeren Gruppen auf den Wiesen der Grünanlage versammelt. Eine Party mit rund 200 Teilnehmern, von denen die Hälfte dicht beieinander und ohne Masken um eine Musikanlage mit einem DJ herum tanzte, wurde gegen 3.00 Uhr von Polizisten beendet. Sie nahmen eine große Lautsprecherbox mit, woraufhin sich die meisten Menschen zerstreuten. Auf anderen Wiesen wurde in kleineren Gruppen weiter gefeiert oder getrunken.

Wegen der Schließung der Clubs während der Corona-Pandemie hatten sich seit Beginn des Sommers immer wieder feiernden Menschen zu Partys in Parks verabredet. Anfangs war das die Hasenheide, später auch der Mauerpark, der Park am Gleisdreieck, der Treptower Park und weitere Grünanlagen. Im Juli feierten allein in der Hasenheide rund 3000 Menschen an einem Wochenende, bis die Polizei kam.

Die Orte würden inzwischen immer wieder wechseln, hieß es kürzlich von der Polizei. Um ungestört zu feiern, wich die Partyszene zuletzt sogar in ein verlassenes Kasernengebäude bei Wünsdorf (Teltow-Fläming) in Brandenburg aus. Die Veranstaltung mit rund 600 Teilnehmern wurde trotzdem entdeckt und von der Polizei beendet.

Dänischer Schlachthof schließt nach Corona-Ausbruch für eine Woche

10.26 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch mit Dutzenden infizierten Mitarbeitern wird ein Schlachtbetrieb in Dänemark vorübergehend geschlossen. Nachdem weitere 22 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden seien, werde der Betrieb in Ringsted ab Montag zunächst für eine Woche geschlossen, teilte der Fleischverarbeiter Danish Crown am Samstag mit. Damit solle versucht werden, die Infektionsketten innerhalb des Personals zu durchbrechen.

Mittlerweile sind damit fast 150 Mitarbeiter von Danish Crown in Ringsted positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danish Crown war vor knapp zwei Wochen über einen ersten Corona-Fall unter den rund 850 Mitarbeitern in Ringsted informiert worden. In dem dortigen Betrieb werden wöchentlich normalerweise rund 35 000 Schweine geschlachtet, was aber in Folge des Ausbruchs bereits deutlich zurückgefahren wurde.

TOP-NEWS: Keine Coronavirus-Übertragung in Neuseeland seit 100 Tagen

10.01 Uhr: In Neuseeland ist die Übertragung des Coronavirus in der Bevölkerung seit hundert Tagen gestoppt. Obwohl seitdem keine Neuansteckungen mehr verzeichnet wurden, warnten die Gesundheitsbehörden am Sonntag vor Nachlässigkeit. Derzeit gibt es nach offiziellen Angaben noch 23 aktive Infektionsfälle im Land. Die Infizierten steckten sich aber nicht in Neuseeland an, sondern wurden bei der Einreise positiv getestet und in Quarantäne-Einrichtungen untergebracht.

"Hundert Tage ohne Übertragung ist ein wichtiger Meilenstein, aber wir alle wissen, dass wir uns keine Nachlässigkeit erlauben dürfen ", sagte der oberste Gesundheitsbeamte Ashley Bloomfield. "Wir haben in anderen Ländern gesehen, wir schnell das Virus wieder auftauchen und in sich an Orten ausbreiten kann, wo es bereits unter Kontrolle war. Wir müssen darauf vorbereitet sein, neue Fälle in Neuseeland schnell auszumerzen."

Neuseeland hatte die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus mit rigorosen Maßnahmen schnell unter Kontrolle gebracht. Mitte März wurde eine strikte Ausgangssperre verhängt und die Grenzen des Landes geschlossen.

Mitte Juni erklärte sich der Inselstaat im Südpazifik offiziell für Coronavirus-frei. Alle Beschränkungen wurden wieder aufgehoben. Die Grenze ist aber weiterhin für fast alle Ausländer geschlossen, alle Einreisenden müssen für 14 Tage in Quarantäne.

Insgesamt wurden in dem Land mit seinen fünf Millionen Einwohnern bislang rund 1200 Infektionsfälle gezählt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Krisenmanagement der neuseeländischen Regierung als vorbildlich gelobt. dpa/Oliver Berg/dpa/Symbolbild Ein Wattestäbchen mit einem Abstrich wird im Labor für einen Corona-Test verarbeitet.

Dutzende Maskenlieferanten klagen gegen Gesundheitsministerium

7.51 Uhr: Auf die Bundesregierung rollt einem Bericht zufolge wegen ausstehender Zahlungen für den Kauf von Schutzmasken in der Corona-Krise eine Klagewelle zu. 48 Lieferanten, die vom Bundesgesundheitsministerium nicht oder nur teilweise für gelieferte Ware bezahlt worden seien, hätten Klagen eingereicht, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das zuständige Bonner Landgericht. Pro Woche kommen demnach etwa zehn weitere Klagen hinzu.

Rund hundert weitere Lieferanten bereiten laut dem Bericht mit Hilfe von Anwälten ein abgestimmtes juristisches Vorgehen vor. Insgesamt forderten die betroffenen Unternehmen laut Schätzungen mehrerer Kanzleien ausstehende Zahlungen von etwa 400 Millionen Euro ein.

Das Gesundheitsministerium erklärte dem Bericht zufolge, ihm seien bislang nur 21 Klagen bekannt, dabei gehe um Forderungen in Höhe von 59 Millionen Euro. Qualitätsmängel und falsch gestellte Rechnungen seien der Grund für die "Verzögerungen beim Zahlungsziel".

Kläger und Oppositionspolitiker vermuten hingegen, das Ministerium wolle sich seinen Zahlungsverpflichtungen entziehen, nachdem es festgestellt habe, deutlich zu viele Masken bestellt zu haben. Die Einkaufstour des Ministeriums sei "völlig aus dem Ruder gelaufen", sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katja Dörner. Der FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke äußerte die Vermutung, "dass sich die Bundesregierung mit bürokratischer Kreativität vor der Zahlung drücken oder sie verzögern will".

TOP-NEWS: Altmaier nennt Anstieg der Infektionszahlen "alarmierend"

7.15 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat angesichts von steigenden Corona-Infektionszahlen eine Überprüfung der bisherigen Maßnahmen gefordert. "Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern. Deshalb brauchen wir zielgenauere Maßnahmen und Korrekturen statt flächendeckender Rundumschläge", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). "Nach einem halben Jahr Erfahrung mit dem Virus brauchen wir eine medizinische Einordnung dessen, was falsch gelaufen ist und geändert werden muss."

Der Anstieg der Neuinfektionen auf deutlich über 1000 pro Tag sei "alarmierend". Weiter sagte er: "Wir müssen diesen Trend abflachen und umkehren, denn es geht um die Gesundheit aller, die Rückkehr der Kinder in die Schulen und den Aufschwung unserer Wirtschaft", so Altmaier. dpa/Michael Kappeler/dpabild Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht bei einem Interview.

Trump erlässt per Dekret neues Corona-Hilfspaket

Sonntag, 9. August, 7.10 Uhr: Nach gescheiterten Verhandlungen im Kongress über ein neues Corona-Hilfspaket hat US-Präsident Donald Trump per Dekret eine Reihe von Hilfsmaßnahmen angeordnet. Bei einer Pressekonferenz in seinem Golfclub in Bedminster im Bundesstaat New Jersey unterzeichnete Trump am Samstag vier Erlasse, die eine Kürzung der Lohnnebenkosten, einen verlängerten Zuschlag zur Arbeitslosenhilfe in Höhe von 400 Dollar wöchentlich, Schutz von Mietern vor Zwangsräumung und eine Fristverlängerung für die Rückzahlung von Studiendarlehen vorsehen.

Zuvor hatten sich die Kongressparteien am Freitag nicht auf ein neues Hilfspaket verständigen können. Mangels Einigung war vergangene Woche ein wöchentlicher Zuschlag zum Arbeitslosengeld in Höhe von 600 Dollar ausgelaufen.

Trump sagte, er wolle sicherstellen, dass die Hilfe schnell bei den Menschen ankomme. Es wird allerdings damit gerechnet, dass die Dekrete juristisch angefochten werden, da der Präsident auf diesem Weg den Kongress und dessen Budgethoheit umgeht.

Fast 10.000 akut Infizierte – NRW erneut mit deutlichem Anstieg der Corona-Fallzahlen

20.10 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 215.460 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen demnach bei 883. Am stärksten war der Anstieg erneut in Nordrhein-Westfalen mit 393 gemeldeten Neuinfektionen. Bereits am Freitag waren rund 500 Neuinfektionen gemeldet worden. 883 neue positive Corona-Tests sind vor allem für einen Wochenend-Tag beachtlich hoch. Zumal Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt am Wochenende keine Zahlen vermelden. Zudem lagen für Bremen zunächst keine Zahlen vor.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 37.752 (1858 Todesfälle)
  • Bayern: 51.788 (2624 Todesfälle)
  • Berlin: 9697 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3658 (175 Todesfälle)
  • Bremen: 1803 (56 Todesfälle)
  • Hamburg: 5677 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 12.703 (525 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 939 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.927 (654 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 51.560 (1759 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7824 (239 Todesfälle)
  • Saarland: 2900 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5624 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 2059 (64 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3588 (158 Todesfälle)
  • Thüringen: 3424 (183 Todesfälle)

Gesamt (Stand 09.08.2020, 19.08 Uhr): 215.923 (9169 Todesfälle)

Vortag (Stand 08.08.2020, 20.08 Uhr): 215.460 (9167 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 196.800

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 10.000

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,26

Bundesweit sind bislang 9167 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das Robert Koch-Institut beziffert die Zahl der Genesenen auf 196.400. Somit sind rund 9900 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Das ist ein deutlicher Anstieg. Am Freitag lag die Zahl der aktiven Fälle noch bei 9500.

Der R-Wert liegt laut RKI derzeit bei 1,32. Auch er verzeichnete einen deutlichen Anstieg (1,16 am Freitag).


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