„Das E-Rezept hat das Potenzial, den Apothekenmarkt zu verändern“

Der Großhandel und das E-Rezept. Auf den ersten Blick gibt es da nicht so viele inhaltliche Schnittmengen. Dr. Peter Schreiner, Chef der McKesson-Tochter Gehe, sieht das aber anders. Sein Unternehmen stellt der Politik derzeit ein Positionspapier zur Digitalisierung vor. Eines der Hauptthemen darin: das E-Rezept. Im DAZ.online-Geschichtentaxi erklärt der Gehe-Chef, warum sein Unternehmen ein berechtigtes Interesse daran hat, dass der Apothekenmarkt durch das E-Rezept nicht nachhaltig verändert wird und welche politischen Ziele er sonst noch umsetzen will.

Der Pharmahändler Gehe ist in diesen Tagen mal wieder politisch aktiv. In den vergangenen Wochen und Monaten haben die Politikexperten des Großhändlers an einem 10-seitigen Positionspapier gearbeitet, das die Chefetage nun der Politik vorstellt. Es geht um das derzeit sehr präsente Thema Digitalisierung. Die Gehe stellt zu diesem Themenbereich einige Hauptforderungen auf: Unter anderem fordert das Unternehmen, dass eine Kommerzialisierung des E-Rezeptes unbedingt verhindert werden müsse, gleichzeitig sollen aber auch keine Monopole im Markt der E-Rezept-Apps entstehen. In der aktuellen DAZ wird das Gehe-Positionspapier ausführlich vorgestellt und erläutert.

DAZ.online-Chefredakteur Benjamin Rohrer hat mit Gehe-Chef Dr. Peter Schreiner über die neuste politische Aktion des Großhändlers gesprochen. Zunächst erklärt Schreiner, warum das Thema Digitalisierung und genauer das E-Rezept überhaupt für einen Großhändler relevant ist. Schreiners klare Antwort: „Das E-Rezept hat das klare Potenzial, den Markt zu verändern, die Apothekenstrukturen zu verändern. (…) Uns als Gehe geht es gut, wenn es den Apotheken gut geht.“

Schreiner: Keine Monopole und keine Kommerzialisierung beim E-Rezept

Die Gehe ist Mitglied des Zusammenschlusses „Pro AvO“, zu dem unter anderem auch der Wort & Bild-Verlag und die Sanacorp gehören. „Pro AvO“ hatte vor einigen Monaten erklärt, dass man die Ziele des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) beim E-Rezept teile und eine Kooperation mit dem DAV ins Spiel gebracht, insbesondere mit Blick auf die WebApp des Verbandes. Trotzdem fordert Schreiner, dass keine Monopole im Markt der E-Rezept-Apps entstehen, das sei auch Teil des Positionspapiers, so der Gehe-Chef.

Außerdem fordert Schreiner einen weiteren Ausbau der Internetverbindungen in Deutschland, damit die Patienten ihre Versorgungs-Anwendungen auf dem Smartphone später auch überall problemlos nutzen können. Mit Blick auf die Transportanforderungen, die der Großhandel erfüllen muss, erklärt Schreiner in Richtung Versandhandel und Apotheken-Botendienst zudem: „Es ist schwer einzusehen, dass diese Richtlinien nur für Hersteller und Großhändler gelten.“

Hier sehen Sie die komplette Folge des DAZ.online-Geschichtentaxis.

                     

                                            

Hier kommen Sie zur ausführlichen Analyse des Gehe-Positionspapiers in der aktuellen DAZ.

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