Fitmacher aus der Küche: Preisgünstige Alternativen zu Energie-Gels

Synthetisch, klebrig, eklig: Viele Läufer greifen nur widerwillig zu den auf Ausdauersport zugeschnittenen Gels, die in handlichen Verpackungen daherkommen.

Zudem haben die Energiespender noch einen weiteren Nachteil: Die Hersteller bitten für die Muntermacher ordentlich zur Kasse. Zeit, sich in der heimischen Küche nach Alternativen umzuschauen.

Kartoffelpüree macht Beine

An der Spitze der gesunden Alternativen steht ein unerwarteter Kandidat: Kartoffelpüree soll einer neuen Studie zufolge genauso effektiv sein wie die Gels aus dem Labor.

Die zerstampften Erdäpfel sind bekömmlich und halten den Glukosewert im Körper auf dem gleichen Level wie kommerzielle Fitnessprodukte – für Athleten unerlässlich.

Einziger Wermutstropfen bei der Studie: Sie wurde von der Allianz für Kartoffelforschung und -aufklärung in Auftrag gegeben, insofern ist zumindest ein wenig Skepsis angebracht.

Ein weiterer Nachteil dieses Superfoods für Ausdauersportler: Es wird kaum jemand mit einer Frischhaltedose voller Kartoffelpüree einen Marathon laufen.

Zwar soll es Läufer geben, die sich entsprechend vorbereiten. Doch etwas unpraktisch ist Kartoffelpüree dann schon.

Das heißt aber nicht, dass es keine handlichen Alternativen gibt, die natürlich sind und den Geldbeutel schonen.

Honig

Frucht- und Traubenzucker sind die Inhaltsstoffe, die Gels zu solch effektiven Energiequellen machen. Genau damit wartet auch Honig in Hülle und Fülle auf.

Schon die alten Griechen griffen bei ihren Olympischen Spielen auf den süßen Brotaufstrich zurück, wenn sie einen zusätzlichen Energieschub brauchten.

Mittlerweile ist Honig auch in handlichen Tütchen erhältlich. Wer nicht auf Süßes steht, wird aber vermutlich auch mit dem Bienenprodukt seine Probleme haben.

Fruchtpürees für Kids

Ultra Runners schwören auf die vitaminreiche Mischung, die Eltern gern als handlichen Snack für Kleinkinder mit sich herumtragen. Zudem finden viele Sportler sie einfach leckerer als Gels, denn letztlich handelt es sich um pure Frucht.

Einziger Nachteil – da die auf Kinder zugeschnittenen Obstportionen mittlerweile keine Zuckersätze mehr enthalten, empfindet mancher Extremsportler den Energiekick als zu schwach.

Rosinen & Co.

Die getrockneten Trauben sind wahre Kohlenhydrat-Bomben. Auch getrocknete Datteln können müde Läufer oder Radler wieder munter machen, genauso wie anderes Trockenobst mit hohem natürlichen Zuckergehalt.

Die Qualitäten dieser Energiebündel wurden sogar in einer Studie der University of California ganz offiziell nachgewiesen. Ein weiterer Vorteil: Sie sind gut zu dosieren, schmackhaft und spottbillig.

Bocadillo – Guavengelee

Der Exot unter der Sportlernahrung aus der heimischen Küche. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass die durchschnittliche deutsche Küche Guavengelee vorrätig hat, ist eher gering. Doch das könnte sich ändern.

Kolumbianische Radprofis schwören seit Jahren auf „bocadillo de guayaba“, die verfestigte Konfitüre aus den Früchten der Guave, die auch hierzulande in kleinen Blöcken erhältlich ist. Das feste rote Gelee schmeckt wie ein Gummibärchen und steckt voller Energie. Traditionell wird die Süßigkeit in Bananenblätter gewickelt.

Quellen

  • Schience Daily: Potato as effective as carbohydrate gels for boosting athletic performance, study finds, zuletzt abgerufen am 01.11.2019 https://www.sciencedaily.com/releases/2019/10/191018125512.htm

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